Es ist dies

ein Kunstblog hier

und ich weiß, dass ihr,

liebe Freunde der Kunst,

in mir die Künstlerin seht

und euch der Sinn

nach Zeichenkunst steht;

auch sehe ich

mich als Künstlerin,

die ich dem Naturell nach bin;

eine, die es liebt,

mit Farben, Formen, Stilen

zu spielen

– zu experimentieren –

auf dem Papier

wie auch an mir.

Sich spielen

Und das ist schön und gut.

Doch ist mir das nicht genug;

gilt mein Interesse

nicht nur

der Kunst und der Kultur,

sondern auch

der menschlichen Natur.

Dem Menschen als Körperwesen,

dem Körper als Naturprodukt –

dem Körper als Konstrukt.

Einem Konstrukt,

das jede-r für sich

von innen nach außen

formen kann,

um Ideale nach außen zu tragen –

in Form von Körperhaltung,

Muskelmasse,

Körperschmuck

als individuellem Fußabdruck.

Körperkonstrukt

Aber vielmehr noch

als diese doch wichtigen

– äußerst gewichtigen –

Äußerlichkeiten

interessiert mich

des Menschen Innenleben:

Ein Innenleben,

das neben innerer Haltung

und Geistesgesinnung

dasjenige ist,

was da im Körperinneren

an Innereien

und Eingeweiden ist.

Die inneren Werte

Innereien,

die wir von außen nähren

mit Nahrung,

die in uns wirkt –

die etwas in uns bewirkt:

Die uns stärken

und schaden kann –

ohne die keine-r leben kann.

Der Keim des Lebens

Essen jedoch

ist so viel mehr noch

als Nahrungsaufnahme;

ist Essen

– Ernährung –

wie der Mensch selbst

ein Konstrukt:

Ein menschliches Konstrukt,

ein Sozialkonstrukt,

ein Traditionsprodukt;

etwas, das sich bewährt –

etwas, gegen das sich

so mancher Mensch wehrt,

der gegen soziale Zwänge

aufbegehrt.

Auch ich kenne

diese Zwänge

nur allzu gut:

Gezwungen

– genötigt sein –

zu essen,

was gut mir nicht tut;

essen zu müssen,

weil man es tut –

es mehr aus Gewohnheit

denn aus Nahrungsnot tut.

In Zwängen gefangen

So haben die Zwänge,

die ich von klein auf kenne,

mich dazu gebracht,

durch Experimentieren

mit meiner Ernährung

herauszufinden,

was diese und jene Nahrung

über kurz oder lang

mit mir macht.

Und was ich

durch Selbstexperimente

erfahren,

was mir an Hässlichem

gar widerfahren

– extreme Ernährung birgt latente Gefahren –

das schreibe ich auf,

da Schreiben im Grunde

das gleiche Bedürfnis mir ist

wie Malen und Zeichnen;

wie Essen ein Grundbedürfnis ist.

So habe ich viele

verschiedene Stile

– Ernährungsstile –

über Jahre,

Jahrzehnte,

an mir ausprobiert,

während ich mit

meiner täglichen Nahrung

experimentiert.

So oder so

Doch war dieses Spielen

mit Ernährungsstilen

weit mehr

als ein zielloses Spiel;

war manches für Körper und Nerven

zu viel.

Ich wusste nicht wenig –

und dennoch nicht viel

über Ernährung;

doch war es mein Ziel,

zu erkunden

des Essens Natur;

aber nicht nur,

sondern auch

den Einfluss des Essens

auf des Menschen Verhalten –

auf des Menschen Natur.

Du bist …
… was du isst

Wer mag,

möge mich begleiten

auf meinem Lebens- und Leidensweg,

der über die Ernährung geht –

und weit darüber hinaus

(…)

Ein langer Weg
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